Dienstag, 8. November 2011

Wie Isi die Welt sieht

Liebe Welt,
heute möchte ich euch gerne einen Einblick in all die Kleinigkeiten geben, die mir hier jeden Tag auffallen. Meist sind es die verrücktestes Dinge, meist kaum zu übersehen aber ab uns zu fast nicht zu erkennen. Austauschschüler zu sein bedeutet jeden Tag etwas neues lernen. Nicht umbedingt über die fremde Kultur oder andere Menschen, viel mehr über sich selbst. Alleine tausende Kilometer weit von zu Hause zu sein gibt einem jeden Tag eine andere Sicht auf sich selbst. Hier möchte ich jetzt meine Sicht der Welt mich euch teilen.

In Amerika wird alles in der Mikrowelle zubereitet. Würstchen, heißes Wasser, Blumenkohl, Popcorn... alles Mikrowelle.

Die öffentlichen Toilettentüren haben an beiden Siebenen einen kleinen Schlitz sodass man raus- und leider auch reingucken kann. 

Alles hat Sonntags geöffnet, der Betrieb bei Walmarkt um 16 Uhr an einem Sonntag ist unglaublich, ich könnte mir gut vorstellen, dass die da ihren größten Umsatz machen.

Die Woche fängt hier am Sonntag an. 

Häuser sind meist aus Holz, selten aus Stein.

Die wirtschaftliche Situation hier ist unbeschreiblich. Mehr und mehr Leute verlieren ihren Job, oder können Rechnungen nicht bezahlten, am meisten leiden die Kinder.

Religion ist gerade im Süden das höchste Gebot. In der Schule haben viele eine Bibel dabei und lesen darin. Es wird nicht gefragt "Gehst du in die Kirche?" sondern "In welche Kirche gehst du?" Atheisten oder nicht Gläubige werden nicht hoch angesehen.

Es gibt hier ein Disney Radio und bestimmt 20 christliche Radiosender (und ganz viele andere).

Die meisten Amerikaner mit denen ich mich unterhalten habe sind für die Todesstrafe und strickt gegen Abtreibungen.

Alle kalten Getränke werden immer mit Eis getrunken und in Restaurants wird das Getränk immer wieder (kostenlos) nachgefüllt.

Weihnachten fängt hier Mitte Oktober an.

Die meiste Zeit in Highschool verbringt man damit sich Sorgen um sein Studium zumachen, gemeinnützige Arbeit zu leisten (um so viele Stunden wie möglich für Unibewerbungen zu haben) und in sämtlichen Clubs und Sport Aktivitäten beteiligt zu sein. 

Es ist total normal mitten beim Essen vom Tisch aufzustehen, meistens wird nur mit einer Gabel gegessen und die andere Hand ist auf dem Schoß.

In Deutschland gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Autobahn. (Ja, das wird hier wirklich gedacht :D)

Die HighWays hier sind teilweise achtspurig.

Dr. House läuft immer Montag abends und die Lieblings Serie der meisten ist "The Office".

Mein Biobuch ist in Englisch und Spanisch geschrieben.

Es gibt keine Pausen zwischen den Schulstunden, eine Stunde dauert 55 Minuten.

Lehrer und Schüler haben ein freundschaftliches Verhältnis. "I love you Issy!" - ist ein normaler Satz meiner Lehrerin

Zwischenmenschliche Beziehungen sind eher oberflächlich. Ich vermisse Freunde!

Niemand trägt Jacken zur Schule wenn es kalt ist, bevorzugte Kleidung: Hoddies.

Es gibt keine wirkliche Innenstadt, Einkäufe werden grundsätzlich in der Mall erledigt.

Alle können ab 16 Autofahren, die wenigsten sollten es.

Unglaublich viele Highschool Schüler wollen ein Tattoo.

Amerikaner lieben Akzente!

Weihnachten steht ein Plastik Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer.

Alle lieben Süßigkeiten - und ich am meisten!

....

Ich könnte noch so viel mehr schreiben, aber das wars für heute.
Schaut bald wieder vorbei.
Isi

1 Kommentar:

  1. Total interessant! Freue mich über weitere Posts.

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